Vortrag mit anschließender Diskussion

in der Reihe der Forum–Fachgespräche der Stiftung überbrücken

Samstag   7. Dezember 2013   17:00 Uhr

Dr. Uta Ottmüller
Psychohistorikerin, Soziologin, Dozentin und Autorin

Erinnerungsarbeit als Gewaltprävention?

Zur gedenkpolitischen und schulischen Bearbeitung der NS–Verbrechen

Fast 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges bietet der politische Extremfall der deutschen NS–Verbrechen einen reichen Erfahrungsschatz an Bemühungen, eine Wiederholung solcher Gräueltaten zu verhindern, aber auch an ihrer Verleugnung. Das Sichtbarwerden vielfältiger transgenerationaler Traumatisierungen und der weitverbreiteten Tabuisierung der jeweils eigenen familialen NS–Geschichte stellt vor allem die Schulpädagogik, aber auch die Erwachsenenbildung vor neue Herausforderungen. Interaktive Methoden zur Bearbeitung von Scham– und Schuldgefühlen können fließende übergänge zum therapeutischen Bereich bilden.

Wie bisher geht es auch in diesem Forum-Fachgespräch nicht nur um Erfahrungsaustausch, sondern auch um Möglichkeiten, die gemeinsame Arbeit und Diskussion fortzuführen und zu erweitern. Das Forum möchte allen interessierten Personen anbieten, ihre Erfahrungen über die Mittel und Methoden auszutauschen, die sich dabei als besonders wirksam erwiesen haben und den betroffenen Menschen geholfen haben, ihr Leben selbständig zu rekonstruieren und ihm eine neue Zukunftsperspektive zu geben.

Aus diesem Grund ist es besonders erwünscht, dass auch Personen teilnehmen, die direkt betroffen sind.

Stiftung üBERBRüCKEN

In Zusammenarbeit mit südost Europa Kultur e.V.

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Sofern nicht anders angegeben finden alle Veranstaltungen bei uns im südost Europa Kultur Zentrum in der Großbeerenstraße 88 in Kreuzberg statt, U-Möckernbrücke.


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