In Zusammenarbeit mit:

Stiftung üBERBRüCKEN

Erzählen gegen den Krieg


Mittwoch   27. März 2013   18.00 Uhr

Zeitzeugengespräch mit Mohamad Zaher

Mohamad Zaher wurde 1949 in Haifa geboren und musste kurz darauf mit seinen Eltern in den Libanon flüchten. Er wuchs in einem Flüchtlingslager auf, dort besuchte er eine Schule und absolvierte eine Sportlehrerausbildung. Die Zeit im Flüchtlingslager prägte ihn sehr und er wurde Zeuge der schweren Traumatisierung der vertrieben Palästinenser. Dies veranlasster Mohamad Zaher, sich schon mit 15 Jahren politisch zu engagieren. Auch nachdem er 1970 nach Deutschland kam um zu studieren, führte er sein Engagement fort und setzte er sich für die Belange der Palästinenser in Deutschland ein. 1978 gründete er den Sportverein Karame e.V., der für viele Palästinenser in Berlin eine wichtige Anlaufstelle darstellt.

Unter der Leitung von Mohamad Zaher finden bei Karame e.V. diverse Projekte, vorwiegend für Menschen mit arabischen Hintergrund statt: Anti–Gewalt–Workshops, Frauencafé, Info– und Aufklärungsveranstaltungen, Aufbau einer Väterarbeit etc.

Herzensanliegen für Mohamad Zaher ist jedoch das Geschichtsprojekt „Von Haifa nach Berlin“, das die Aufarbeitung der palästinensischen, israelischen und deutschen Geschichte beinhaltet. über dieses Projekt wird Herr Zaher auch beim Erzählcafe berichten. In der Auseinandersetzung mit den palästinensischen Männern, die an „Von Haifa nach Berlin“ teilgenommen hatten, bemerkte Mohamad Zaher, dass sie den gleichen Schmerz der Vertreibung in sich trugen wie er selbst: ein kollektives Problem einer vertriebenen Generation.

Moderation: Dr. Sabine Gieschler | Bildergalerie